Felsentherme Bad Gastein - Gasteiner ThermalwasserFelsentherme Bad Gastein - Gasteiner Thermalwasser

Thermalwasser:

Das Geschenk der Berge

Welche Kraft dem Gasteiner Thermalwasser innewohnt, ist schon lange bekannt.
Jünger ist hingegen die Geschichte des berühmten Heilstollens.

Die Entdeckung des Wassers. Das Gasteinertal ist heute berühmt für sein Wasser und die Thermalwasser-Quellen – und ist es schon lange. Das „Bad in der Gastein“ wird erstmals 1350 erwähnt und ist als regulärer Badebetrieb bereits seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachweisbar. Paracelsus, der die Heilquellen des Alpenraums untersuchte, schrieb 1525 ausführlich und überaus angetan über Gastein und sein Thermalwasser. Die Kunde des heilkräftigen warmen Wassers verbreitete sich rasch, und die ehemalige Goldkammer Europas wurde „Wildbad“ – ein anderer Begriff dafür, was wir heute als Kurort bezeichnen. So richtig los ging der – damals noch nicht besonders professionelle – Badebetrieb im 19. Jahrhundert. Im „Badeschloss“ in Bad Gastein, das um 1794 fertiggestellt wurde und, wenn auch schon lange geschlossen, auch heute noch steht, war ein förmlich kaiserliches Haus. Kaiser Wilhelm I sowie Kaiser Franz Josef I und Kaiserin Sissi waren hier oft zu Gast. Die Kurärzte des 19. Jahrhunderts bezeichneten das Tal als ein „locus amoenus“, ein geradezu im medizinischen Sinne „wonnig-schönes“ und somit gesundheitsförderndes Tal.

Kein Wunder also, dass sich Bad Gastein in den folgenden Jahrzehnten zum Monaco der Alpen entwickeln sollte, wie man es nannte. Das mondäne Kurbad erlangte internationales Ansehen und mit dem Aufschwung wurde das Tal nicht nur über die Tauernbahn endlich erschlossen, sondern auch die Bauarbeiten in den Orten liefen auf Hochtouren . Auch DAS ALPENHAUS GASTEINERTAL entstand in der Goldgräber-Zeit: Errichtet im Jahr 1912 als evangelisches Hospiz, wurde es 1928 in ein Hotel umgewandelt.

Noch 1938 machte man eine überaus überraschende Entdeckung, als man versuchte, das Bergbauwesen erneut zu revitalisieren. Man trieb einen völlig neuen Bergwerksstollen am Fuß des mächtigen Radhausbergs auf 1280 m in den Berg – und entdeckte kein Erz. Dafür aber eine Lufttemperatur von rund 40 °C und Radongas in der Stollenluft. Die Kombination dieser zwei Faktoren sollte sich in der Folge als in gleicher Weise heilkräftig wie das Bad Gasteiner Thermalwasser erweisen, in seiner Wirkung sogar stärker: Der Gasteiner Heilstollen war entdeckt.

Die Heilmittel Gasteins

Das Gasteiner Thermalwasser, das Radondunstbad und der Gasteiner Heilstollen sind besondere Magnete im Gasteinertal. Vor allem chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rheuma, Morbus Bechterew oder Fibromyalgie können sehr erfolgreich behandelt werden. In Kombination mit spezifischen therapeutischen Maßnahmen lässt sich bei einer Vielzahl von chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates eine lang anhaltende Schmerzlinderung erzielen.

Das heiße, radonhaltige Gasteiner Thermalwasser sorgt für eine langanhaltende Wirkung.
Fünf Millionen Liter dieses Wassers treten im Zentrum von Bad Gastein an 18 natürlichen Quellen zutage. Das mit Radon angereicherte Wasser wird über Leitungen direkt in die Kurzentren und Rehabilitationseinrichtungen im Tal gebracht. Die an den Quellen gemessene Austrittstemperatur des Thermalwassers beträgt bis zu 46° C und gelangt schließlich mit 24–34° C in die verschiedenen Zentren und Bäder.

Der Gasteiner Heilstollen ist eines der natürlichen Heilmittel Gasteins.